Ausflugsziele

Ein Besuch im Fischereihafen Bremerhaven

Bremerhaven ist gerade einmal circa 48 km von Cuxhaven-Duhnen entfernt und wird über die Bundesautobahn A27 in einer Dreiviertelstunde erreicht. Und was erwartet uns in Bremerhaven, außer dass wir uns hier mitten in Niedersachsen im Bundesland Bremen aufhalten? Es geht zum Fischereihafen Bremerhaven über dessen Geschichte wir hier berichten und für den wir die eine oder andere Empfehlung parat halten.

Geschichte des Fischereihafens

Bremerhaven wurde 1827 als Hafen für Bremen gegründet und entwickelte sich rasch zu einer aufstrebenden Stadt an der Unterweser. Damals fand die offizielle Übergabe des zum Königreich Hannover gehörenden Geländes an die Freie und Hansestadt Bremen am 1. Mai 1827 statt. Anschließend wurde das erste künstliche Hafenbecken, der sogenannte Alte Hafen, am 1. September 1830 fertiggestellt. Und bis 1892 wurde der Fischereihafen Bremerhaven intensiv genutzt. Erst 1935 wurde der Fischereihafen im Alten Hafen aufgegeben.

1950 waren in Bremerhaven mit 118 Fischdampfer rund die Hälfte der deutschen Fischereiflotte stationiert. In den 1960er Jahren wurde der Fischereihafen zum größten auf dem europäischen Festland ausgebaut. Und noch heute ist der Fischereihafen der wichtigste in Deutschland.

Mit dem Strukturwandel in der Fischfangindustrie rückten die Weiterverarbeitung und der Handel mit Fischen in den Vordergrund. Die Fischereiflotte wurde zunehmend kleiner und der Bedarf an Hafenanlagen reduzierte sich. Diese Entwicklung machte auch vor dem Fischereihafen nicht Halt. Seit 1980er Jahre wurden zahlreiche Bauten abgerissen, andere dagegen saniert, restauriert und sinnvoll anderweitig genutzt und Flächen neu gestaltet.

Schaufenster Fischereihafen – Shopping und Kulturmeile

Im Schaufenster Fischereihafen gibt es Fisch-Verarbeitungsbetriebe, Restaurants und Läden und auch Fisch-Räuchereinen sind vorhanden. Auf dem Gelände liegt auch der Museumstrawler Gera, der besichtigt werden kann. Zur leiblichen Stärkung kann das Pannkokenschiff (Pfannkuchenschiff), ein ehemaliger Eisbrecher, aufgesucht werden. Zudem bietet ein Marktplatz Raum für Veranstaltungen.

Speis und Trank

Wir haben uns ein typisches Fischlokal, das Natusch, mit maritimer Atmosphäre ausgesucht. Dort wurden unsere Wünsche umgehend durch den freundlichen Service erfüllt. Die Qualität der Speisen und Getränke ist gut. Zudem lässt es sich hier gut sitzen, um das Erlebte Revue passieren zu lassen. Eine besondere Empfehlung ist der „flüssige“ Natusch Feuer, Sie werden sich an diesem Digestif erfreuen.

Fazit

Am Hafenbecken entlang zu schlendern, Schiffe ansehen, die Auslagen der Läden anschauen ist viel authentischer und spannender, als in den Konsumtempeln der großen Städte einkaufen zu gehen. Hier ist Atmosphäre, wie sie nur ein alter Fischereihafen verströmen kann.

Berger-Tipp: Als ganz besonderes Ereignis gestaltet sich der Besuch dann, wenn er mit der Sail 2020 zusammen fiele.

Über den Autor des Artikels

Barbara und Detlef Wien

Wir sind passionierte Cuxhaven-Urlauber aus Laatzen bei Hannover und berichten gerne über unsere Erlebnisse im Nordseeheilbad.