Ausflugsziele

Ein Besuch der Hansestadt Stade

Cuxhaven macht Spaß. Wir haben Land und Leute kennengelernt. Nun sollte es mehr als Weltschifffahrtweg, mehr als den Blick auf große Pötte sein, mehr als Watt, Strandkörbe und Strand, kurzum, einfach etwas Anderes sein. Es geht auf zur Hansestadt Stade.

Fahrt mit dem Auto zur Hansestadt Stade

Wir sind „ganz gewöhnlich“ mit dem Auto von Cuxhaven gefahren. Die rund 72 km über die B73 kann man gut und gerne in circa 80 bis 100 Minuten bewältigen.

Wenn es nach dem Tourismusverband Landkreis Stade/Elbe e.V. gegangen wäre, hätten wir mit dem Fahrrad nach Stade radeln müssen. Denn der Ausbau des radtouristischen Angebotes wird in Stade als Arbeitsschwerpunkt gesehen .

Die Fahrt führt durch eine typische norddeutsche Landschaft hinter dem Deich, mit grünen Wiesen, die von Zäunen und Entwässerungsgräben , aber auch Waldgebieten unterbrochen werden. Das Auge soll sich wohl schon an das Alte Land  gewöhnen – hier sind es dann die Apfelbäume, die das Auge ablenken wollen.

Unterwegs fesseln einige Gehöfte und bäuerliche Anwesen den Blick. An der Straße ermahnen uns viele Kreuze, die Verkehrsschilder ernst zu nehmen und vorsichtig zu fahren. Wir kommen gut in Stade an, finden schnell einen Parkplatz und wenden uns der Altstadt zu.

Es macht Spaß Gebäude aus vielen Epochen zu bewundern. Zunächst einmal suchen wir einen schönen Platz am Wasser auf dem Fischmarkt. Die sehenswerte Anreise verlangt nach einem kühlen Getränk, was hier zuhauf angeboten wird. Wir genießen die Stimmung; sie steckt einfach an.

Geschichte

Die HANSE

Eine anschauliche und lesenswerte Darstellung der Geschichte der Hanse findet sich in „Städtebund, DIE HANSE“. Ein Bündnis von nahezu 200 Städten verfolgten gemeinsam ihre wirtschaftlichen Interessen. Über 400 Jahre wurden Handel, Politik an Nord- und Ostsee mitbestimmt.

Hansestadt Stade

Stade, gegründet 994, erhielt bereits 1209 Stadtrechte verliehen und hat heute circa 46.000 Einwohner. Sie ist eine der 102 deutschen Hansestädte. Auf diese Darstellung wird hier verwiesen.

Einen besonderen Hinweis verdient die Kirche St. Cosmae et Damiani, das Wahrzeichen der Stadt. Die von Berendt Huß 1668 begonnene Bau der Barockorgel, wurde 1675 durch seinen Vetter Arp Schnittker abgeschlossen. Der Zustand der Orgel entspricht nach Restaurierung 1970 dem zur Erbauungszeit. Die Orgel gilt als eines der bedeutendsten Orgelwerke des 17. Jahrhunderts. Beeindruckend auch der figurenreiche Barockaltar von Christian Precht (1674–77) sowie der mittelalterliche Flügelaltar in der Gertrudenkapelle.

Sehenswert ist auch die Bischofskirche und älteste Kirche von Stade,  St. Wilhadi mit ihrem schiefen Turm . Auch diese Kirche beherbergt eine besondere Orgel, mit ihrem historischen Klangbild (Erasmus-Bielfeldt-Orgel).

Weitere Erlebnisse in Stade

in der Stadt

Gut zur alten Hansestadt passt das Weinhaus Ludwig von Kapff, das auch auf ein lange Geschichte zurückblicken kann (gegründet 1692). Hier macht das Verkosten von Weinen aus vielen Teilen der Welt Spaß; das Ambiente des Fischmarktes und des Hansehafens schlägt eine Brücke zur Blütezeit der Hanse.

Unseren Rundgang durch Stade schließen wir mit einem Essen im Rammbock Grill ab. Hier lässt sich gut verweilen; alles ansprechend und schön anzusehen. Die Qualität des Essens übersteigt die Erwartungen des Eindrucks.

in der Umgebung, z.B. „Alte Land“

Auch hier wurde internationale Zusammenarbeit „groß geschrieben“. Hier war es nicht die Hanse, sondern holländische Siedler, die das Alte Land bereits im 12. Jahrhundert bewohnbar gemacht haben. Ihre Kenntnisse im Deichbau, in der Entwässerung, machten aus „Neuem Land“ fruchtbares „Altes Land“. Der Begriff „Alte Land“ diente also zur Unterscheidung zwischen bereits bebaubarem Land und Land, das noch zur Bebauung freigegeben werden musste .

Heute steht das „Alte Land“ für

•    10.000 ha Obstanbaugebiet (Kirschen, Pflaumen, Zwetschgen, Äpfel)
•    17.000.000 Obstbäum
•    50.000 Fahrradefahrer in der Saison
•    1.000 km ausgeschilderten Radwege

Nordeuropas größtes zusammenhängendes Obstanbaugebiet ist immer einen Ausflug wert.

Über den Autor des Artikels

Barbara und Detlef Wien

Wir sind passionierte Cuxhaven-Urlauber aus Laatzen bei Hannover und berichten gerne über unsere Erlebnisse im Nordseeheilbad.