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Lebensraum Nordsee - Tiere im Watt

Die Lebensbedingungen im Wattenmeer Nordsee werden durch wechselnde Gezeitenschwankungen beeinflusst. Diese Änderung führt zu starken Schwankungen der Gezeitentemperatur und des Salzgehalts. Trotz dieser extremen Bedingungen haben sich Tier- und Pflanzenarten entwickelt, die nur im Wattenmeer vorkommen. 

Welche Tiere leben im Watt?

Die meisten Tiere im Wattenmeer leben unter der Erde. Auf diese Weise können sie sich vor Fressfeinden, Verdriftungen und Austrocknung schützen. Doch vergisst man schnell die Salzwiesen. Hier leben mehr als 1500 kleine, wirbellose Tierarten. Viele von ihnen sind sogar auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert.  Es gibt zu bestimmten Zeiten mehr als 75 Rastvogelarten im Wattenmeer Nordsee. Sie nennen die Salzwiesen auch ihre zweite Heimatstadt. Natürlich gibt es auch Säugetiere im Wattenmeer. Dies sind zum Beispiel Kegelrobben, Seehunde und Schweinswale. Auch andere Arten besuchen immer wieder das Wattenmeer Nordsee. 
Im Gegensatz zu den Miesmuscheln und der Strandschnecke auf der Wattoberfläche haben Muscheln, Krabben und Würmer ein eher verstecktes Leben in den Gezeitenebenen. Aufgrund der extremen Oberflächenbedingungen, wie die Gefahr von Hochwasserdriften und die großen Temperaturunterschiede, suchen Wattorganismen nach konstanteren Gezeitenbodenbedingungen.

Wattwanderung durchs Wattenmeer Nordsee

Erfahrene Wattwanderer können viele im Boden lebende Tiere leicht anhand von Oberflächenspuren identifizieren. Beispielsweise den Kotpillenwurm erkennen Sie an kleinen schwarzen Kugeln auf dem Wattboden. Bei einer Wattwanderung erkennen Sie den Wattringelwurm an seinen geweihförmigen Futterspuren und den Bäumchenröhrenwurm an den verzweigten kleinen Tentakeln. Andere Tiere, wie die Pfeffermuschel und die baltische Tellmuschel (auch als rote Bohnen bekannt) erkennen Sie an den sternförmigen Fütterungsspuren. Diese weisen darauf hin, dass die sich Muscheln mit ihrer röhrenförmigen Verbindung zur Oberfläche buchstäblich auf die Suche nach Mikroorganismen machen.

Der Wattwurm

Am bekanntesten sind jedoch die Sandhaufen des Wattwurms (auch Sandpier- oder Köderwurm genannt), die früher oder später jedem Wanderer trifft und zunächst selbst für die Würmer hält. Wenn Sie genau hinschauen, werden Sie auch entsprechende Trichter oder Löcher in der Oberfläche entdecken. Ein großer Wattwurm frisst bis zu 40 cm Sand. Die darin enthaltenen Lebensmittelpartikel zieht der Wattwurm heraus und setzt die Sedimente frei. Dieses ikonische Wattenmeertier lebt in seiner U-förmigen Röhre und wartet auf eine weitere Flut, die neue Nährstoffe zum Eingang der lebenden Röhre bringt.

Ausflugsziel Wattenmeer

Im Wattenmeer und am Rande des Wassers gibt es viel zu entdecken. Besonders Naturliebhaber können eine Vielzahl von Muscheln und Seesternen entdecken. Der dynamische Lebensraum des Wattenmeeres ist geprägt von unterschiedlichen Sandstrukturen und den schlängelnden Prielen. Bei einer geführten Wattwanderung oder einem Besuch im Wattenmeer Besucherzentrum erfahren Sie weitere spannende Fakten über das Wtatenmeer Nordsee. Ein spannendes Erlebnis für Ihren nächsten Urlaub.
 

Über den Autor des Artikels

Charlien Brinkmann

Redaktionsteam

Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement